Neckartal Nachrichten vom 03.06.2017


Auch wenn sie aus allen Ecken des Odenwalds kommen, vereint sie doch ein großes Ziel: die Rockmusik. Aber nicht nur solche, die es an jeder Ecke zu hören gibt, sondern Songs mit Schmackes, mit Power dahinter. „Fools Crossing“ widmet sich den alten Klassikern von ZZ Top, Deep Purple, Led Zeppelin, Metallica oder U.F.O. und bringt diese kraftvoll rüber. Viele Songs werden im Original von Männern gesungen. Der Reiz für die Band ist es auch, diese mit der kraftvollen Stimme von Steffi Schäfer zu performen.

Schlagzeuger Joachim Bork aus Sensbachtal und Gitarrist Klaus Wilka aus Hetzbach lernten sich vor 15 Jahren beim letzten Konzert des legendären „Beerfelden Blues Brojects“ auf dem Pferdemarkt kennen. Beide beschlossen, eine Rockband zu gründen. Ziel war es, einfach nur „geile Rocksongs“ zu spielen. Die Band erlebte seitdem etliche Besetzungswechsel, aber die beiden Urgesteine sind immer mit dabei.

In der aktuellen Besetzung ist Steffi Schäfer am Mikro. Sie ist eine Arbeitskollegin von Wilka bei der Volksbank Odenwald. Am Bass ist Oliver Hess zu hören, seit vielen Jahren aus diversen Sessions bekannt. Der Kontakt zu Rhythmus-Gitarrist Mike Müller kam über den Musikerstammtisch im „Tapas y Copas“ Beerfelden zustande. Hier stand man bei etlichen ausufernden Sessions gemeinsam auf der Bühne.

„Rockbands gibt es viele, aber nur wenige, die mit so viel Power und Spielfreude auftreten“, weiß Mike Müller. Gerade mit Frontfrau Steffi, die eben nicht nur die „typischen“ Frauen-Rocksongs singt, sondern sich bewusst auch an die normalerweise von Männern gesungenen Klassiker heranwagt, „hat unsere Band ein Alleinstellungsmerkmal“, sagt er.

Schäfer wuchs im Höchster Ortsteil Hassenroth auf. Laut Aussage ihrer Eltern „sang sie bereits, bevor sie richtig sprechen konnte“. Ab dem Grundschulalter wurde die angehende Nachtigall in einer „Kinder-Band“ gefördert. Darauf folgten diverse a-cappella-Projekte rund um ihren Wohnort. Dennoch hat sie schon früh „ihr Leben der Rockmusik verschrieben“ und freut sich jedes Mal riesig, mit den Herren die Wände wackeln zu lassen.

Klaus Wilka an der Lead-Gitarre, im wahren Leben Bereichsleiter bei der Volksbank Odenwald, spielt auch bei den „Redhouse Ramblers“ und „Dr. Soul & Mr. Blues“ mit. Er genoss zu Beginn der 1990er Jahre eine Ausbildung zum Studiogitarristen an der Rocksound Music School in Aschaffenburg. Seit dem 14. Lebensjahr ist der Hetzbacher vom Gitarrenvirus befallen. „Schuld daran waren die 1980 erschienen Alben „Back in Black“ von AC/DC und „Ace of Spades“ von Motörhead“, lacht er.

Joachim Bork spielt seit über 30 Jahren Schlagzeug. Bevor er nach Hessen kam, war er lange Jahre bei „Schroeder“ in Nordrhein-Westfalen aktiv. Bei „Fools Crossing“ hört man ihn auch als Lead- und Backgroundstimme. Er kümmert sich daneben um die Technik der Band. Dabei kommt ihm zupass, dass der PA-Verleih Schall & Rauch Show-Service in Sensbachtal betreibt.

Rhythmus-Gitarrist Martin „Mike“ Müller aus Kortelshütte unternahm erste Gehversuche an der mit zwölf Jahren, mit 14 gründete er die erste Band. Neben seinen rein gesanglichen Aktivitäten wie beim Jungen Chor Hirschhorn oder beim MGV Kortelshütte ist er hauptsächlich in der Irish-Folk-Band „Heebie Jeebies“ aktiv.

Anfang des Jahres absolvierte Müller den Abschluss zum staatlich zertifizierten Audio-Engineer und betreibt in Kortelshütte nun ein „kleines, aber feines“ Tonstudio, in dem er neben Musikproduktionen (etwa für SWR2) auch Workshops und Lehrgänge anbietet. Oliver Hess aus Reinheim ist in Sachen Bass-Gitarre ein alter Hase und spielte schon in etlichen Bands rund um Groß-Umstadt. Seine andere musikalische Heimat ist die Gruppe „Agathe Bauer“.

Die Songs von „Fools Crossing“ werden als Liedvorschlag von jedem in die Probe mitgebracht und einfach mal ausprobiert. „Wenn wir das Gefühl haben, es klingt gut und macht Laune zu spielen, werden sie ins Programm aufgenommen“, so Müller. Zwar machen es die jeweiligen Jobs den Fünfen nicht leicht, wöchentlich zu proben. „Aber da wir aber gut aufeinander eingespielt sind, sind neue Stücke schnell im Kasten.“

Info: http://www.fools-x-ing.de

Songauswahl: Somebody to Love, All Right now, La grange, Vertigo, Nobodys wife, Boys of Summer, Rockin in a free world, Doctor Doctor, Like the way i do, I Love Rock’n’Roll, Nothing Else matters, Big in Japan, Hush, You Shook me, Rock you like a hurricane, Whole Lotta Love, Black Night




Echo Online vom 27.05.2017


Von Thomas Wilken

HÜTTENWERK Festivalprogramm reicht von der Nachwuchsband bis zu den gestandenen Rockveteranen

MICHELSTADT - Es war einfach für alle etwas geboten. Und folgerichtig kamen sie gefühlt auch alle aus den verschiedenen Ecken des Kreises ins Hüttenwerk nach Michelstadt, um dort bei herrlichem Wetter den Vatertag zu verbringen. Ein ganztägiges Musik- und Showprogramm bot Unterhaltung für die gesamte Familie. Dazu gab es noch allerhand Verpflegungsstände auf dem weiträumigen Hof, sodass man dort problemlos einige Stunden angenehm verbringen konnte.

Die Hüpfburg gleich am Eingang war den ganzen Tag über belagert, registrierte Michi Tischler erfreut, die zusammen mit ihrem Mann Achim und etwa 30 Helfern die Feiertags-Veranstaltung zum 13. Mal auf die Beine gestellt hatte. Auch sonst spielten die Kinder eine große Rolle. Unter anderem war der Schulförderverein der Einhard-Schule Steinbach wieder mit seinem Waffelstand dabei.

Auch ein kompletter Programmpunkt war dem Nachwuchs vorbehalten. Die Kleinsten vom Kindergarten an der Basilika in Steinbach führten einen Tanz auf, auch die Kinder des Carnevalsclubs Rot-Weiß waren mit Showtänzen dabei. „Das ist einfach schön, wenn die auf der Bühne stehen“, freute sich Tischler. „Die fiebern schon die ganze Zeit auf ihren Auftritt hin.“ Erstmals trat in diesem Jahr auch der Chor der Theodor-Litt-Schule Michelstadt auf.

Michi Tischler, die selbst als Sängerin bei der Hausband „Another Livetime“ mitwirkte, kümmerte sich auch um das musikalische Programm. Ihr ist es wichtig, „dass es möglichst ein breites Spektrum gibt“. Da geht es dann am Abend kräftig hardrockmäßig ab, während tagsüber eher „getragenere Klänge“ die Bühne beherrschen. Nachwuchsbands kommen zum Zuge ebenso wie die Profis. Zu Ersteren zählte die Coverband „Harvest 21“, Gewinner des Vielbrunner Nachwuchswettbewerbs. Die Jugendlichen orientierten sich in Richtung Grunge.

Das Hüttenwerk-Team hat keine Probleme, den Vatertags-Nachmittag musikalisch durchzuplanen. „Viele kommen auf uns zu und fragen, ob sie beim Fest spielen dürfen“, weiß Tischler. Dazu macht der Termin über Kontakte in der Szene die Runde, sodass sich auf diese Weise ebenfalls Gigs ergeben.

Die „Redhouse Ramblers“, Rock- und Bluesveteranen aus der Hobbyszene, machten den Auftakt. Achim Tischler war ebenso dabei wie Klaus Wilka, der später noch mal mit seiner eigenen Band auftrat. Klassiker wie „Lay down Sally“ beherrschten das Repertoire. „Another Livetime“, die Hausband des Hüttenwerks, gingen da mehr Richtung aktuelle Songs, Charthits und Dancefloor-Stücke. Kate Perry, Gossip oder Fleur East standen mit ihren Liedern auf der Liste.

Tim Ahmed mit seinen Deutschpop-Stücken war für Tischler ein Highlight des Tages. Etwas groovig, mit Hip-Hop-Einflüssen, dürfte sich der Musiker viele neue Fans ersungen haben.

Quartett von „Endfield“ präsentiert neue CD

Nach ihm ging dann aber so richtig der Rock ab: Das Quartett von „Endfield“ aus München stellte auf der Party seine neue CD vor. Eingängiger Hardrock ohne große Schnörkel, routinierte Gitarren- und Schlagzeugarbeit standen bei dem Vierer von gestandenen Herren mittleren Alters im Vordergrund. Ein fettes Soundgewitter beherrschte die Szenerie.

Waren schon über den Nachmittag hinweg die Bänke immer voll besetzt, so hielt der Andrang sogar bis in den Abend hinein an. Was kein Wunder war, denn dann standen mit „Fools Crossing“ Odenwälder Lokalmatadoren auf der Bühne. Von Gammelsbach im Süden bis nach Bad König im Norden kommen die Mitglieder der Rock-Coverband. Klaus Wilka an der Leadgitarre, Martin Müller (Rhythmusgitarre), Oliver Heß (Bass), Joachim Bork (Schlagzeug) und Stefanie Schäfer (Gesang) zelebrierten die alten Hits mit viel Einsatz.

„Somebody to love“, „All right now“ mit einem Einsprengsel von „Highway to hell“, „Doctor Doctor“ von UFO oder auch „Rock you like a hurricane” von den Scorpions knallten aus den Boxen, während auf der Bühne die Musiker vor Spielfreude nur so sprühten. Der mehrstimmige Gesang und der fette Sound tate n ein Übriges dazu, dass noch einmal kräftig abgetanzt wurde. Ein krönender Abschluss eines absolut gelungenen Festes, das den Veranstaltern eine volle Hütte bescherte.

Darmstädter Echo vom 18.01.2008

Bericht zur Vorausscheidung "Hessen rockt 3"

... kam abschließend der Auftritt der Sensbachtaler Band "Fools X-ing" (sprich: Fools Crossing) daher, die mit Silke Blum als Frau am Bass und Joachim Bork als linkshändigen Drummer bei "Radar love" (Golden Earring) dem Wettbewerb dennoch zu seinem Höhepunkt verhalf.

Für die Mannschaft vom Hüttenwerk war die organisation von Ton- und Lichtanlage für vier Bands eine professionelle Herausforderung, die sie aber ebenso meisterte wie die Bewirtung der mehr als 400 Gäste.

DARMSTÄDTER ECHO vom 18.11.2005

GAMMELSBACH. „Wir wollen ein Forum schaffen für junge Menschen und Auftrittsmöglichkeiten für lokale Bands bieten“, erklärte Ralf Johann, Vorsitzender des Sportvereins Gammelsbach, die Idee zur ersten Rocknacht des Vereins am Wochenende. Dabei boten zwei Cover-Bands vor vollem Haus im Sportlerheim über vier Stunden Live-Musik.

Den Anfang machte „Wanted“, eine Gruppe, die an diesem Abend erst zum dritten Mal auf der Bühne stand. Die Band existiert seit über einem Jahr und besteht aus Frontfrau Marie Schäfer, Markus Krämer, Jochen Schäfer, Ralf Johann, Frank Leutz und Tobias Lang, alle kommen aus der Oberzent. Das Repertoire des Ensembles kommt von beliebten Gruppen wie „Evanescence“, „Green Day“ oder „Black Sabbath“.

Die zweite Band „Fools Crossing“ besteht seit eineinhalb Jahren. Die vier Musiker kommen aus dem Odenwald und aus Offenbach. Sie waren zuvor an anderen Projekten beteiligt und hatten bei der Gammelsbacher Rocknacht ihren ersten Auftritt. Gefunden haben sich Joachim Bork und Klaus Wilka per Zufall, bei einem Auftritt Wilkas mit seiner früheren Band. Matthias Oklitz fand über eine Zeitungsanzeige zur Gruppe, auch Borks Frau Sandra war sofort bereit, mitzuspielen. Zu ihrem Repertoire gehören Titel von ZZ Top oder Billy Idol.

Beide Bands pflegen den gitarrenbetonten Sound mit starkem Schlagzeug und Gesang. Die verschiedenen Musikstile deckten denn auch ein breite Palette ab. Die Zuhörer dankten es mit guter Stimmung, schon bei den ersten Takten sangen viele laut mit. Zum Abschluss rockten die beiden Bands noch einmal gemeinsam im Gammelsbacher Vereinsheim, natürlich sehr zur Freude des Publikums. Geplant ist die Rocknacht des SV zunächst nur einmal im Jahr.